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Geburtstag

Sonntag, 01.10.2006, 21:05 Ortszeit guayaquil

 Wie ihr ja alle wisst oder spaetestens duch die lieben Enitraege in meinem Geastebuch erfahren habt, war gestern mein zwanzigster Geburtstag. Nun gehoere ich also offiziell nichtmehr zu den Tenagern sondern zaehle zu der Grupper der BiVi´s. Die Ecuadorianer haben darauf fast ausschliesslich mit Kommentaren wie "So alt schon", oder "Wow, jetzt bist du aber alt". oder auch "Oemchen" reagiert, aber irgendwie fuehl ich mich gar nicht aelter als vor einer Woche. ;-)

 Aber euch interessiert es sicher sehr, wie so ein Geburtstag hier im fernen Ecuador so gefeiert wird, bzw. wie mein Tag gestern verlaufen ist. Nun, ich kann von Gleuck sagen, dass ich eine tolle Familie habe, die mir einen wirklich schoenen Tag bereitet haben. Es ist mir nicht, wie einige befuerchtet hatten, so ergangen wie dem armen Enrico in seiner Gastfamilie in Esmeraldas. Die hat seinen Gebrtstag naemlich einfach ignoriert, wie ihr in seinem Webblog nachlesen koennt. (www.ecuadortagebuch.de) . Also zur Beruigung vorweg: Ich hatte einen tollen Tag gestern und alle haben mir gratuliert.

 Aber bevor ich genauer erzaele, was gestern war moechte ich mich noch bei allen bedanken, die an mich gedacht und mir gratuliert haben. Ihr koennt ja alle im Gaetsebuch nachlesen, wie lieb mir da gratuliert wurde, darueberhinaus habe ich aber noch ganz viele liebe E-Mails und einige Briefe und Anrufe aus der Heimat bekommen. Hier aus ecuador habe ich SMS und Anrufe bekommen und sogar ein grosser Korb lumen ist hier fuer mich abgegeben wurden. :-) Ich hab mich ueber jeden einzelnen Gleuckwunsch unglaublich gefreut und danke euch allen deshalb von Herzen. Ich kann nur immer wieder betonen, wie toll es ist zu wissen, dass so viele liebe Mensche zu Hause an mich denken und sich so fuer mein Leben hier interessieren.

 Aber jetzt will ich euch mal von meinem Geburtstag erzaehlen: Dieser hat eigentlich schon in der Nacht zum 30. angefangen, denn als ich gegen 11:00 Nachts nach Hause kam stand im Eingangsbereich ein gigantischer korb Blumen mit einer lieben Geburtstagskarte fuer mich. das war eine tolle Uenerraschung, auch fuer meine Mutter, die ihn fuer mic hangenommen hatte. Wir waren alle sehr beeindrikt und ich hab mich sehr gefreut! Schlafen konnte ich dann aber noch nicht, um kurz nach zwoelf habe ich naemlich eine voicemail auf mein Handz bekommen in der ein guter Freund aus Quito mir gratuliert und mich eingeladen hat, ihn mal zu besuchen.

 Danach hab ich dann aber endlich geschlafen, ich war auch gut muede. Am 29. morgens bin ich naemlich schon um halb fuenf aufgestanden, um puenktlich um fuenf, also 12:00 deutscher Zeit meinen Entern zum Geburtstag zu gratulieren. Da tat es gut, endlich in die Federn schluepfen zu koennen, mit dem guten Glaube, am naechsten Tag lange Schlafen zu koennen.

 Dieses lange Ausschlafen war dann allerdings auch schon um halb neun zu ende, da hat mich naemlich der erste Gratulant aus Deutschland bzw. Oesterreich angerufen. Aber natuerlich war ich keineswegs boese sondern hab mich sehr gefreut. Ich hab wirklich nicht mit diesem Anruf gerechnet! Und so war ich wenigstens schon wach, als michkurze Zeit spaeter der zweite Anruf erreicht hat. :-) Meine Lieben zu Hause denken eben alle an mich, schoen ist das!

 So bin ich also um neun oder so aufgestanden und bin von da an den ganzen Tag ueber nur noch "La Santa" genannt worden. Woertlich uebersetzt heisst dass so viel wie "Die Heilige" aber hier ist es auch einfach ein Begriff fuer "Geburtstagskind". Meine Familie, und vor allem meine Gastmamá, haben mir sehr herzlich gratuliert und mir gleich das Gefuehl gegeben, dass sie mir diesen Tag so schoen wie moeglich machen wollen.

 Meine Gastmamá war zu der Zeit schon dabei kleine Haeppchen und Fingerfood fuer die Party Abends vorzubereiten und zwei Torten zu dekorieren. Ich muss an der Stelle wohl erwaehnen, dass mein Bruder Jonathan letzte Woche Gebrutstag hatte, der aber bis Gestern noch nicht gefeiert wurde, weil ein Onkel kurzfristig ins Krankenhaus gekommen war. So war die Party gestern sowohl fuer mich als auch fuer ihn und deshalb gab es zwei Torten die meine Koch- und Backbegeisterte Mamá natuerlich beide selbst gemacht und dekoriert hat. Auch all die Kleinen Leckereien zur Dekoration des Tisches hat sie selbst zubereitet und verpackt oder hergerichtet. Sie hat dafuer extra letzte Woche einen Kurs besucht.

 Gestern Morgen hat sie also daran gearbeitet und ordentlich in der Kueche geroedelt. Obwohl ich schon die ganze Woche vorher mitbekommen habe, wie sie kleine, suesse Teigbaellchen geformt und einzeln verpackt hat, war ich sehr ueberrascht zu sehen, dass sie an einem Samstag Morgen in der Kueche arbeitet. Nnormalerweise ist es hier naemlich ueblich, dass am Wochenede bis ca. 12:00h im Schalfzimmer der Eltern Ferngesehen wird und keiner irgendwas macht. Aber die "Bocaditos" wie die Leckereien genannt werden, mussten ja gemacht werden. Urspruenglich war schliesslich gepllant, dass wir den Vormittag auf der Farm eines Onkels vebringen um dort einen andren Gebrutstag zu feiern. Das ist aber kurzfristig ausgefallen, was meiner Meinung nach auch gut war. Sonst waeren wir naemlich nie fertig geworden.

 Jedenfalls hab ich meine Mamá gebeten, ihr helfen zu duerfen. Ich hatte keine Lust auf Fernsehen und finde es immer sher interessant solche Dinge zu lernen. Ausserdem hab ich ja nichts davon, wenn die ganze Familie, bzw. alle Frauen, schuften udn ich mich langweile. So wuerde mir mein Geburtstag nicht gefallen. Also hab ich mitgemacht. Angefangen hab ich mit Staubputzen, was nicht so lustig war, aber schliesslich muss auch das gemacht werden. Danach durfte ich aber in der Kueche helfen und habe auch kleine Brotraellchen mit Schinken und Frischkaese, bunte Sandwiches, Frikadellchen, Wuerstchen in Blaetterteig und Rumhoernchen gemacht. Das war nicht nur sehr lustig und interessant, sondern auch wirklich lecker. Ich als fleissige Helferin durfte naemlich gleich alles mal probieren. :-)

 Ausserdem habe ich den gesammten Vorbereitungsprozess ueber viele Fotos gemacht und natuerlich auch die Endprodukte festgehalten. Ihr glaubt kaum, wie interessant es sein kann zu beobachten, wie so ein professionell hergerichteter Tisch entsteht. Obwohl ich also den ganzen Tag ueber gearbeitet habe hatte ich unglaublich viel Spass!

 Zwischendurch waren wir, wie immer am Wochenende Essen, was wie immer sehr lecker war. Und danach ist mein Gastvater mit mir und meinen beiden kleinsten Geschwistern zu einem grossen Markt gefahren, wo die Indianer gute Jeans zu guenstigen Preisen verkaufen. Ich wusste vorher nichts davon, aber zu meiner Freude durfte ich mir auch eine aussuchen und habe sie geschenkt bekommen. Das Ganze war sehr stressig und heiss, der Markt ist naemlich in so einer Art Messehalle in der sich natuerlich die ganze Hitze staut. Ausserdem war die Halle so mit Staenden vollgestopft, dass man kaum dazwischen durchgehen konnte. Trotzdem fand ich es lustig, vor allem weil die meisten Verkaeufer erstmal garnicht wussten, ob sie wohl was in meiner Groesse da haben. Ecuadorianer sind halt normalerweise nicht so gross. ;-) Aber letztendlich bin ich an einen sehr netten jungen Mann gestossen, der mir sehr schoene Modelle rausgesucht hat. Die schoenste Hose davon hat mein Vater mir wie gesagt geschenkt.

 Wieder zu Hause hab ich ging es dann noch bis ca. 18:00 mit der Arbeit in der Kueche weiter, meine Mutter hat ihre Torten fertig gestellt und Fleisch und Bohnen fuer die Taccos vorbereitet und ich hab natuerlich bei allem zugeschaut. ;-)

 Da die Gaeste aber fuer 19:00h eingeladen waren, wollte ich mich dann allerdings auch langsam feritg machen, was leider nicht moeglichwar, weil meine Mutter noch das Bad putzen musste. So sind sie eben die Ecuadorianer. Alles auf den lezten Druecker. So war ich die Einzige, die wirklich um 19:00h fertig umgezogen und zurechtgemacht war. Aber auch das war natuerlich egal, denn welcher Ecuadorianer erscheint schon puenktlich zu einer Party. Vor 21:00h war kaum jemand da. Ausser natuerlich Tim aus Deutschland, der wie immer puenktlich war. Etwas spaeter kamen dann auch die anderen CSPler um mit mir zu feiern und viele Familienmitglieder.

 Wir haben alle Mamá Kunstwerke bewundert und die Leckereien genossen, Musik gehoert, uns sehr nett unterhalten und viel Spass gehabt. Zuumindest ging es mir so. Die andren CSPler allerdings schienen das nicht so zu sehen, sie haben sich jedenfalls schonrecht bald wieder absetzten zu wollen. (Was mich zu dem Zeitpunkt auch nichtmehr wirklich gestoert hat!). Meine Mutter hat dann noch schnell die Taccos serviert, damit sie auch noch was davon hatten und dann sind sie angezogen. Mir auch recht! Tim und die Familie sind ja geblieben, die haben eben geahnt, wie lecker die Torten sind! ;-) Diese gab es naemlichspaeter dann noch. Aber bevor hier eine Geburtstagstorte angeschnitten wird, stellen sich alle um das Geburtstagskind auf und singen ein Geburtstagslied. Das wird natruerlich fleissig fotografiert. Danach muss man die Kerzen ausblasen und dann - so ist es zumindest in meiner Familie Tradition - in die Torte beissen! Dabei wird von allen Seiten der Kopf in die Dekoration gedoept, damit man ordentlich viel Schmierei im Gesicht hat. Das ging natuerlich auch mir und Jonathan gestern so, wobei sie bei mir doch etwas vorsichtiger waren.

 So bin ich aber jedenfalls als erste in den Genuss gekommen, die Schockotorte mit Brombeermarmelade (mit meinem Namen!!!) probieren zu koenne. :-) Superlecker sag ich euch!

 Nach der Tortenschlach ging die Party dann noch einige Zeit weiter und ich hatte es wieterhin sehr nett. Gegen 12:30h waren dann so langsa alle Gaeste verschwunden und ich wollte mich ans Aufraeumen machen. Dass hat meine Mutter dann aber nichtmehr zugelassen. Ich war schliesslich "la Santa" und durfte ins Bett gehen. Zum Gleuck hatte die Oma zwischendurch schon immer aller gespuelt und weggeraeumt, so dass ich auch gar nicht so ein schlechtes gewissen haben musste, als ich mich dann wirklich Bettfertig gemacht habe.

 Ich weiss nicht, ob jeden dieser Tag so wie er verlaufen ist gefallen haette, aber ich fand es sehr schoen. Ich habe viel gelernt, mich mit sehr vielen netten und interessanten menschen unterhalten und viele guteSachen gegessen. ich ahtte sehr viel Spass und habe jede Minute genossen! Trotzdem, oder gerade deshalb war dieser Geburtstag ein ganz besonderer. Und das nicht nur, weil ich ohne meine richitge Familie und meine Freunde aus Deutschland gefeiert  habe. Dazu kommt, dass das Feeling und die Stimmung so ganz anders waren. Ich war zwar "La Santa" und alles war sehr festlich und froehlich, aber trotzdem war es mit nichts zu vergleichen, was ich je vorher erlebt habe. Ich koennte nicht sagen, ob dieser Tag eher einem Kaffeetrinken mit meiner Familie oder einer Party mit meinen Freunden geglichen hat, das Ganze war irgendwo dazwischen und sehr aufregend. Ganz besonders war auch, dass ich zu keinem Zeitpunkt wirklich wusste, was wann wie gemacht wird oder was von mir erwartet wird. So habe ich wirklich von einem Moment zum anderen gelebt, wie eigentlich die ganze Zeit hier in Ecuador. Ich habe einfach gemacht, was ich fuer richitg hielt und mich dabei sehr wohl gefuehlt. Es hat mir unglaublich viel Spass gemacht, mit so vielen Menschen zu sprechen, obwohl ich kaum jemanden kannte. Und ueberraschenderweise konnte ich mich auch recht gut mit allen auf Spanisch unterhalten.

 Eine weitere Besonderheit war uebrigens, wie die Gaeste sich verhalten haben. Es haben zwar alle, die wussten, dass eben auch mein Geburtstag gefeirt wird, mir auch herzlich gratuliert, aber es hatte zum Beispiel keiner Geschenke dabei. Nicht, das ich welche erwartet oder gewollt haette, aber auch Jonathan hat nichts bekommen. Die Gaeste waren hier wirklich einfach Gaeste, die bedient wurden und es sich haben gutgehen lassen. Und darueber hat sich auch keiner beschwert.

 Als ich mich zwischendurch und Abends bei meiner Mutter fuer den ganzen Aufwand und ueberhaupt den schoenen Tag bedankt habe hat sie mir auch nur gesagt, dass das doch ganz normal sein. So sei jede Party, ihr mache es Spass und die Hauptsache sei doch, dass es "la Santa" auch wirklcih Spass gemacht hat. Ich war so geruehrt, dass ich fast geheult haette. Meine Mamá ist einfach wirklich sehr lieb!

 Zum Abschluss moechte ich noch erwaehnen, dass ich natuerlich nicht ganz ohne Gecshenke dagestanden habe. Mal abgesehen davon, dass eigentlich der ganze Tag ein riesiges tolles Geschenk war, hab ich neben der Jeans und den tollen Blumen noch von Tim ein spanisches Buch von Paolo Coelho bekommen, von den anderen CSPlern Rosen und eine sehr liebe Geburtstagskarte und von meiner Familie Harspangen, Parfum und ein T-Shirt mit der Aufschrift "Blode and smart". Passt ja zu mir.. ;-) Ausserdem natuerlich die leiben Briefe aus Deutschland, die schon angekommen sind oder noch irgendwo in den geheimen Tiefen des ecuadorianischen Postsystems auf Auslieferung warten.

 So meine Lieben, jetzt ist es inzwischen sehr spaet und ich muss morgen Arbeiten. Darum werde ich fuer heute hier schliessen. Ich hoffe, ich konnte eure Neugier und euren Wissensdurst ein wenig stillen. Bitte entschuldigt die Fehler, die ich sicher gemacht habe. Die Hauptsache ist doch, dass ich ueberhaupt mal wieder zum Schreiben gekommen bin, oder???

 Also dann macht es gut und schreibt mir weiterhin so fleissig Mails und Gaestebucheintraege. Ich find euch alle ganz toll und bedanke mich nochmal ganz herzlich fuer alle Raektionen auf meine Eintraege!

 P.S.: Sobald ich es schaffe werde ich natuerlich auch Fotos von gestern online stellen, guckt also ruig ab und zu unter dem Link Fotos nach, ob es was Neues gibt. :-)

2.10.06 05:37
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Enrico / Website (4.10.06 22:48)
Hi Annika,
auch von mir, auch wenn verspätet, herzliche Glückwünsche zum 20. Geburtstag. Es hört sich toll an, was ihr alles gemacht habe. Schade das ich nicht dabei sein konnte, aber vielleicht das nächste Mal.


Johannes / Website (5.10.06 21:54)
Alles Gute nachträglich und vielen Dank für deine spannenden & informativen Ausführungen hier. Mich zieht's zwar eher nach Venezuela (02/07 mit AFS), aber deine Einträge hier machen schon richtig Lust auf Südamerika. Dir noch eine schöne Zeit,
J

Ach und wie 20j siehst du nun wirklich nicht aus... (man kann nie früh genug mit solcherlei Komplimenten anfangen)

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