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Kurzaustausch in Cuenca

Montag, 13.11.2006, 17:26 Ortszeit Cuenca

 Wie ja viele von euch wissen, bin ich diese Woche zum Kurzaustausch in Cuenca. Kurzaustausch bedeutet, dass wir Voluntarios von AFS eine Woche bei einer anderen Gastfamilie in einer anderen Region Ecuadors leben, um mehr vom Land, den verschiedenen Kulturen und vor allem mehr Menschen kennen zu lernen.

 Die Voluntarios aus Quito tauschen mit denen aus Esmeraldas und wir aus Guayaquil sind in Cuenca. (Wenn hier Voluntaere waeren, wuerden die natuerlich auch nach Guayaquil kommen, aber hier sind zur Zeit keine.) Cuenca ist die viert groesste Stadt Ecuadors und liegt mitten in der Sierra, also den Bergen.

 Die Organisation dieses Austausches war Ecuadorianisch spontan und eher chaotisch, aber davon schriebe ich noch ein anderes Mal, wenn ich ueber AFS-Ecuador schreibe. Jetzt sitze ich naemlich in einem Internetcafe und moechte euch nur kurz von meinen ersten 1 1/2 Tagen hier und den ersten Eindruecken berichten. (Dann kann sich auch keiner mehr beschweren, dass ich so lange nicht geschreiben habe *ggg*)

 Also, gestern morgen um 7:45h sollten wir uns alle in Guayaquil am Busterminal treffen, um von dort nach Cuenca zu fahren. Natuerlich war aber ausser uns Deutschen wiedermal keiner wirklich puenktlich und so sind wir auch erst um 8:50h abgefahren. Die Busfahrt hat ca. 4 1/2 Stunden gedauert und gegen 13:20h waren wir hier in Cuenca. Unterwegs konnte man schon deutlich merken, wie es immer kaelter wurde, alle haben sich warme Jacken oder dicke Pullover angezogen und die Scheiben sind beschagen. Als wir dann ausgestiegen sind, hat es geregnet und es waren rund 15 Grad. Das klingt fuer euch zu Hause in Deutschland sicher ganz normal, vielleicht sogar warm fuer diese Jahreszeit. Aber wir kamen aus der Kuestenregion, wo es schon morgens um 7:45h 30 Grad waren und zumindest ich noch nie Regen gesehen habe.

 Ihr koennt euch gut vorstellen, dass wir da erstmal alle gut gefroren haben. Aber um ehrlich zu sein, ich hab mich gefreut! Wenn man so lange keinen Regen gesehen hat und immer 35 Grad hat, ist es eine sehr schoene Abwechslung mal wieder Regen zu sehen und zu frieren.  ;-) Das Ganze hat mich sehr an Deutschland erinnnert und ich habe mich gleich viel heimischer gefuehlt. Dieses Gefuehl hat sich noch verstaerkt als wir mit einem AFSer durch die Stadt zum AFS-Buero gefahren sind und die ganzen schoenen Haeuser im Kolonialstil gesehen habe. Ueberhaupt sieht hier in Cuenca alles viel europaeischer aus als in der Kueste. Der Unteschied zu Guayaquil ist gigantisch!

 Am AFS-Buero haben uns dann unsere Gastfamilien abgeholt. Ich hatte vorher schonmal kurz mit meinem Papá telefoniert und hatte somit ein gutes Gefuehl weil er sehr nett klang. Das hat sich dann auch gleich bestaetigt, sowohl er als auch seine Frau, meinen Mamá, sind sehr nett und haben mich gleich wie eine neue Tochter aufgenommen. Ich weiss auch ihre richtigen Namen gar nicht, weil sie sich mir gleich mit Mamá und Papá vorgestellt aben, obwohl ich nur eine Woche hier bleiben darf.

 Vom Buero aus sind wir zusammen zu einer Austellung der Uni von Maria Cecilia gefahren, meiner Gastschwester. Sie studiert Gastronomie und die Ausstellung bestand aus vielen Staenden mit verschiedenem Essen. Darunter war auch ein Stand an dem Sauerbraten, Sauerkraut und Bratwuerstchen, Deutsches Bier und Lebkuchen angeboten wurden. Da wir aber bei einer Tante zum Mittagessen eingeladen waren, konnte ich leider nicht probieren. So gab es nur vom USAmerikanischen Stand ein Stueck Kuchen auf die Hand und mit der ganzen Familie, also auch Cecilia, ging es dann in eine Benachbarte Kleinstadt zu einer Tante meiner Gastmutter. Dort waren auch gleich noch ein paar Tanten zu Besuch, die alle total lustig und freundlich waren. Wir haben sehr leckeres Mittagessen serviert bekommen, uns gut unterhalten und viel gelacht. Die Menschen hier in Cuenca reden uebrigens viel langsamer und deutlicher als in Guayaquil und sind viel leichter zu verstehen. Nach dem Essen gab es noch eine Tasse Kaffee zum Aufwaermen, draussen hat es naemlich immernoch ordentlich geregnet und selbst im Haus waren es glaub ich nur ca. 20Grad.

 Nach einem sehr schoenen Nachmittag sind wir dann endlich in "mein neues Zuhause" gefahren, das im modernen Teil von Cuenca liegt. Unterwegs habe ich mich sehr nett mit Cecilia unterhalten, die vor 2 Jahren ein Austauschjahr mit YFU in Bielefeld verbracht hat und sehr gut Deutsch spricht. Ihre juengere Schwester ist uebrigens im Moment zum Austausch in Belgien. Das Haus in dem ich jetzt lebe ist sehr schoen: modern, gross und mit hoher Holzdecke, gemuetlich eingerichtet und sehr sauber. Ich bin in dem Zimmer von der Schwester, die in Belgien ist untergebracht und fuehle mich in der Familie und in dem Haus jetzt schon pudelwohl!

 Meine Familie hier ist sehr nett, von ihnen bin ich hier in Ecuador das erste mal gefragt worden, ob ich etwas brauche und sie haben mir gleich die Stadt erklaert, die wichtigsten Punkte gezeigt und mir eine Karte geschenkt. Gestern Abend waren wir noch zum Gottestdienst in der Kathedrale und danach haben wir Sandwiches gegessen. Heute morgen bin ich mit meinem Gastpapá in sein Geschaeft ins Zentrum gefahren, von wo aus ich spaeter zur Kathedrale gegangen bin. Dort habe ich mich mit den andren Voluntarios getroffen und mit den beiden Tims habe ich heute einen sehr schoenen Tag in Museen verbracht.

 Meine ersten zwei Tage hier in Cuenca sind nun also um, ich hatte bisher eine super Zeit hier und fuehle mich total wohl. Die Stadt ist sehr schoen, die Leute nett und es gibt viel zu sehen. Nur das Wetter nervt inzwischen. Es ist nach wie vor kalt, ich habe keine warme Jacke dabei und es regnet. Aber angeblich wird das bald besser. Wir werden ja sehen. Auf jeden Fall bin ich ueberzeugt davon, dass ich noch tolle Tage hier in Cuenca haben werde. :-)

14.11.06 00:01
 


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